SV Know-How

Sachverständiger im Bauwesen werden.

Berufsbegleitende Ausbildung nach österreichischem Recht: acht Module, 185 Lehreinheiten und sieben Wochenenden über eineinhalb Jahre.

Zwei Sachverständige an einer Gebäudefassade: Einer hält ein Tablet und notiert, der andere setzt einen Rissbreitenmaßstab an einen Riss im Beton. Neben ihnen steht ein Instrumentenkoffer.

7

Wochenenden

Freitag bis Sonntag im Seminarhotel.

1,5

Jahre

Ein Treffen pro Quartal, neben dem Betrieb.

Am Fachwissen scheitert selten jemand. Am Verfahren schon.

Ihr Fach können Sie. Ein Gutachten scheitert an anderem: an der Struktur, an einer Gebührennote, an einer Frage in der Tagsatzung, auf die niemand vorbereitet war. Genau das behandeln diese acht Module. Jedes verantwortet eine Person, die in diesem Feld täglich arbeitet: am Richterpult, im Anwaltsbüro, in der Prüfstelle, auf der Baustelle.

Alle acht Module mit Inhalten, Referenten und Ablauf stehen auf der Programmseite.

Ein Seminarraum mit U-förmig gestellten Tischen: Rund zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen Notizen, vorne steht der Vortragende neben der Leinwand.
  1. Modul 2

    Kommunikation, Wahrnehmung und digitale Arbeitskompetenz

    Psychologisch fundierte Kommunikation, Eigenwirkung und digitale Arbeitsfähigkeit für Sachverständige.

    Stefan Grabler, MScKommunikationstrainer

  2. Modul 4

    Baustoffprüfung, Produktbewertung und externe Prüfinstanzen

    Technische Bewertung von Baustoffen und Bauprodukten mit externer Prüfkompetenz.

    Ing. Karl Heinz MaderPrüfstellenleiter BPS Linz

  3. Modul 6

    Grenzen, Belastung und Selbstverständnis des Sachverständigen

    Der Sachverständige zwischen fachlicher Autorität, Erwartungsdruck und persönlichen Grenzen.

    Dr. Michael LanghoferRechtsanwalt für Baurecht

  4. Modul 8

    Versicherungsschutz für Sachverständige

    Versicherungsrechtliche Absicherung und Risikomanagement für Sachverständige und Gutachter.

    Mag. Nicole PohnJuristin und Versicherungsexpertin

Referenten

Wer hier unterrichtet, sitzt im Berufsalltag auf der anderen Seite des Tisches. Keiner der acht lebt vom Unterrichten. Sie erfahren aus erster Hand, wie Ihr Gutachten dort gelesen wird, wo darüber entschieden wird.

Was jede der acht Personen einbringt und welches Modul sie verantwortet, steht auf der Referentenseite.

  • Porträt von Mst. Ing. Mario J. Tomasek
    Modul 1

    Mst. Ing. Mario J. Tomasek

    Pflasterermeister und Gerichtssachverständiger

  • Porträt von Stefan Grabler, MSc
    Modul 2

    Stefan Grabler, MSc

    Kommunikationstrainer und Profiler

  • Porträt von Mag. Alfred Tanczos
    Modul 3

    Mag. Alfred Tanczos

    Richter am Oberlandesgericht Graz

  • Porträt von Ing. Karl Heinz Mader
    Modul 4

    Ing. Karl Heinz Mader

    Prüfstellenleiter BPS Linz

  • DTPorträt folgt
    Modul 5

    Mag. Dalia Tanczos

    Vorsteherin des Bezirksgerichts Weiz

  • Porträt von Dr. Michael Langhofer
    Modul 6

    Dr. Michael Langhofer

    Rechtsanwalt für Baurecht

  • Porträt von Mag. Bernhard Scharmüller
    Modul 7

    Mag. Bernhard Scharmüller

    Rechtsanwalt

  • Porträt von Mag. Nicole Pohn
    Modul 8

    Mag. Nicole Pohn

    Juristin und Versicherungsexpertin

Vier Schritte nach österreichischem Recht. Ein deutsches Zertifikat ersetzt keinen davon.

Wer nach einer Ausbildung zum Bausachverständigen sucht, landet fast ausschließlich bei deutschen Anbietern. Die bilden nach deutschem Recht aus, nach ISO/IEC 17024. Für den deutschen Markt ist das richtig. Für die Eintragung nach § 2 SDG zählt es nicht. Diese vier Schritte gelten in Österreich: das Programm deckt den zweiten ab, die übrigen drei regelt das Gesetz.

Verhandlungssaal aus der Sicht der Zuhörerbänke: Fünf Richterinnen und Richter in Robe sitzen hinter der erhöhten Richterbank, davor die Vertreter der Parteien an ihren Tischen.

1. Praxis nachweisen

Zehn Jahre einschlägige Berufspraxis in verantwortlicher Stellung. Mit einem abgeschlossenen einschlägigen Hochschulstudium oder einer berufsbildenden höheren Schule verkürzt sich die Frist auf fünf Jahre (§ 2 Abs. 2 Z 1 lit. b SDG).

2. Fachlich vorbereiten

Acht Module, 185 Lehreinheiten: Gutachtensmethodik, Baurecht, Zivilprozess, Baustoffprüfung, Haftung und Kommunikation.

4. In die Liste eingetragen werden

Beeidigung, Rundsiegel und Eintragung in die Liste der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen.

Was die Qualifikation wert ist

§ 34 GebAG staffelt das gesetzliche Sachverständigenhonorar nach Qualifikationsklasse: 29 bis 87, 72,50 bis 145 und 116 bis 217,50 Euro je Stunde.

Quelle: § 34 GebAG in der Fassung BGBl. II Nr. 430/2023, gültig seit 1. Jänner 2024

Zertifikat

Das Zertifikat bringt Ihnen die Eintragung nicht.

Es weist nach, was Sie gelernt haben: 185 Lehreinheiten, davon 150 im Home- und E-Learning. Die Gliederung orientiert sich an der Darstellung universitärer Lehrveranstaltungen und dokumentiert die fachlichen Kernkompetenzen der Teilnehmenden.

Ausgegeben und erstellt von den acht Referenten des Programms, darunter ein Richter des Oberlandesgerichts Graz und die Vorsteherin eines Bezirksgerichts.

Klarstellung

Das Zertifikat ersetzt weder die gesetzlich geforderte Berufspraxis noch die Sachkundeprüfung. Es bereitet Sie auf beides vor.

Was das Gesetz stattdessen verlangt, steht Schritt für Schritt unter Sachverständiger werden.

Direkt erreichbar

Fragen zu Voraussetzungen, Terminen oder Kosten beantworten wir am liebsten im Gespräch.

Ein Sachverständiger kniet auf einer Pflasterfläche und legt eine Richtlatte über eine Senke; darunter klafft ein Spalt. Im Hintergrund hält eine zweite Person Unterlagen in der Hand.