Sachverständiger im Bauwesen werden.
Berufsbegleitende Ausbildung nach österreichischem Recht: acht Module, 185 Lehreinheiten und sieben Wochenenden über eineinhalb Jahre.

8
Module
Jedes Modul verantwortet genau ein Referent.
185
Lehreinheiten
Davon 150 als Home- und E-Learning.
7
Wochenenden
Freitag bis Sonntag im Seminarhotel.
1,5
Jahre
Ein Treffen pro Quartal, neben dem Betrieb.
Programm
Am Fachwissen scheitert selten jemand. Am Verfahren schon.
Ihr Fach können Sie. Ein Gutachten scheitert an anderem: an der Struktur, an einer Gebührennote, an einer Frage in der Tagsatzung, auf die niemand vorbereitet war. Genau das behandeln diese acht Module. Jedes verantwortet eine Person, die in diesem Feld täglich arbeitet: am Richterpult, im Anwaltsbüro, in der Prüfstelle, auf der Baustelle.
Alle acht Module mit Inhalten, Referenten und Ablauf stehen auf der Programmseite.

- Modul 1
Gutachtenerstellung, Ethik und Sachverständigenpraxis
Das Kernmodul zur Erstellung, Verteidigung und praktischen Anwendung gerichtstauglicher Gutachten.
Mst. Ing. Mario J. TomasekSachverständiger für Pflasterbau
- Modul 2
Kommunikation, Wahrnehmung und digitale Arbeitskompetenz
Psychologisch fundierte Kommunikation, Eigenwirkung und digitale Arbeitsfähigkeit für Sachverständige.
Stefan Grabler, MScKommunikationstrainer
- Modul 3
Rolle, Verantwortung und Qualität im Bauprozess
Gerichtliche Anforderungen an Gutachter und die Zusammenarbeit im Bauprozess.
Mag. Alfred TanczosRichter am Oberlandesgericht Graz
- Modul 4
Baustoffprüfung, Produktbewertung und externe Prüfinstanzen
Technische Bewertung von Baustoffen und Bauprodukten mit externer Prüfkompetenz.
Ing. Karl Heinz MaderPrüfstellenleiter BPS Linz
- Modul 5
Zivilprozessuale Grundlagen und Rollenverständnis im Verfahren
Die Funktion des Sachverständigen im Zivilprozess und im Zusammenspiel der Verfahrensbeteiligten.
Mag. Dalia TanczosVorsteherin des Bezirksgerichts Weiz
- Modul 6
Grenzen, Belastung und Selbstverständnis des Sachverständigen
Der Sachverständige zwischen fachlicher Autorität, Erwartungsdruck und persönlichen Grenzen.
Dr. Michael LanghoferRechtsanwalt für Baurecht
- Modul 7
Vorprozessuale Sachverständigentätigkeit
Die Perspektive der anwaltlichen Parteienvertretung auf vorprozessuale und gerichtliche Gutachtertätigkeit.
Mag. Bernhard ScharmüllerRechtsanwalt
- Modul 8
Versicherungsschutz für Sachverständige
Versicherungsrechtliche Absicherung und Risikomanagement für Sachverständige und Gutachter.
Mag. Nicole PohnJuristin und Versicherungsexpertin
Ein Richter, eine Gerichtsvorsteherin, zwei Anwälte, ein Prüfstellenleiter.
Referenten
Wer hier unterrichtet, sitzt im Berufsalltag auf der anderen Seite des Tisches. Keiner der acht lebt vom Unterrichten. Sie erfahren aus erster Hand, wie Ihr Gutachten dort gelesen wird, wo darüber entschieden wird.
Was jede der acht Personen einbringt und welches Modul sie verantwortet, steht auf der Referentenseite.
Modul 1Mst. Ing. Mario J. Tomasek
Pflasterermeister und Gerichtssachverständiger
Modul 2Stefan Grabler, MSc
Kommunikationstrainer und Profiler
Modul 3Mag. Alfred Tanczos
Richter am Oberlandesgericht Graz
Modul 4Ing. Karl Heinz Mader
Prüfstellenleiter BPS Linz
- DTPorträt folgtModul 5
Mag. Dalia Tanczos
Vorsteherin des Bezirksgerichts Weiz
Modul 6Dr. Michael Langhofer
Rechtsanwalt für Baurecht
Modul 7Mag. Bernhard Scharmüller
Rechtsanwalt
Modul 8Mag. Nicole Pohn
Juristin und Versicherungsexpertin
Vier Schritte nach österreichischem Recht. Ein deutsches Zertifikat ersetzt keinen davon.
Wer nach einer Ausbildung zum Bausachverständigen sucht, landet fast ausschließlich bei deutschen Anbietern. Die bilden nach deutschem Recht aus, nach ISO/IEC 17024. Für den deutschen Markt ist das richtig. Für die Eintragung nach § 2 SDG zählt es nicht. Diese vier Schritte gelten in Österreich: das Programm deckt den zweiten ab, die übrigen drei regelt das Gesetz.

Der Weg
1. Praxis nachweisen
Zehn Jahre einschlägige Berufspraxis in verantwortlicher Stellung. Mit einem abgeschlossenen einschlägigen Hochschulstudium oder einer berufsbildenden höheren Schule verkürzt sich die Frist auf fünf Jahre (§ 2 Abs. 2 Z 1 lit. b SDG).
2. Fachlich vorbereiten
Acht Module, 185 Lehreinheiten: Gutachtensmethodik, Baurecht, Zivilprozess, Baustoffprüfung, Haftung und Kommunikation.
3. Sachkundeprüfung ablegen
Antrag beim Präsidenten des zuständigen Landesgerichts, danach die Prüfung vor der Zertifizierungskommission.
4. In die Liste eingetragen werden
Beeidigung, Rundsiegel und Eintragung in die Liste der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen.
Was die Qualifikation wert ist
§ 34 GebAG staffelt das gesetzliche Sachverständigenhonorar nach Qualifikationsklasse: 29 bis 87, 72,50 bis 145 und 116 bis 217,50 Euro je Stunde.
Quelle: § 34 GebAG in der Fassung BGBl. II Nr. 430/2023, gültig seit 1. Jänner 2024

Zertifikat
Das Zertifikat bringt Ihnen die Eintragung nicht.
Es weist nach, was Sie gelernt haben: 185 Lehreinheiten, davon 150 im Home- und E-Learning. Die Gliederung orientiert sich an der Darstellung universitärer Lehrveranstaltungen und dokumentiert die fachlichen Kernkompetenzen der Teilnehmenden.
Ausgegeben und erstellt von den acht Referenten des Programms, darunter ein Richter des Oberlandesgerichts Graz und die Vorsteherin eines Bezirksgerichts.
Klarstellung
Das Zertifikat ersetzt weder die gesetzlich geforderte Berufspraxis noch die Sachkundeprüfung. Es bereitet Sie auf beides vor.
Was das Gesetz stattdessen verlangt, steht Schritt für Schritt unter Sachverständiger werden.

Wir nehmen so viele auf, wie wir persönlich begleiten können.
Eineinhalb Jahre neben einem Betrieb geht niemand allein durch. Deshalb der kleine Durchgang, und deshalb heißt Modul 6 „Grenzen, Belastung und Selbstverständnis". Wenn Sie den nächsten Durchgang mitgehen wollen, schreiben Sie uns.
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Fragen zu Voraussetzungen, Terminen oder Kosten beantworten wir am liebsten im Gespräch.
- office@svknowhow.at

